GGL ernennt Christian Hochgrebe zum neuen Vorsitzenden des Verwaltungsrats
Devon Schmitz · Jul 7, 2026

GGL ernennt Christian Hochgrebe zum neuen Vorsitzenden des Verwaltungsrats

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder hat zum 1. Juli 2026 Christian Hochgrebe als neuen Vorsitzenden des Verwaltungsrats bestellt und damit Sandro Kirchner im Rahmen des jährlichen Rotationssystems abgelöst. Dieser Wechsel erfolgt genau zu dem Zeitpunkt, an dem die Behörde sich auf die erste umfassende gesetzliche Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 vorbereitet.
Hintergründe zum Wechsel im Verwaltungsrat
Das Rotationsprinzip innerhalb der GGL sieht vor, dass der Vorsitz des Verwaltungsrats turnusmäßig zwischen den Vertretern der Bundesländer wechselt, und Hochgrebe übernimmt diese Funktion nun für die kommende Periode. Beobachter der deutschen Glücksspielregulierung weisen darauf hin, dass der neue Vorsitzende bereits in verschiedenen Funktionen mit den Strukturen der Behörde vertraut ist und daher eine kontinuierliche Fortführung der laufenden Aufgaben gewährleistet werden soll.
Vorbereitung auf die Evaluierung des GlüStV 2021
Die anstehende Evaluierung des Interstate Treaty on Gambling wird Werbebeschränkungen, Einzahlungslimits, Verbraucherschutzmaßnahmen und Aspekte der verantwortungsvollen Glücksspielgestaltung prüfen, während zentrale Elemente wie das Einsatzlimit von einem Euro bei Online-Slots unverändert bleiben sollen. Experten der GGL arbeiten derzeit an der Zusammenstellung relevanter Daten und Berichte, die als Grundlage für den gesamtdeutschen Abschlussbericht bis Ende 2026 dienen werden.
Schwerpunkte der neuen Führung
Unter Hochgrebes Leitung konzentriert sich die Behörde weiterhin auf die konsequente Durchsetzung von Maßnahmen gegen illegale Glücksspielanbieter und auf die Verbesserung der Kanalisierung hin zum regulierten Markt. Daten der GGL zeigen, dass bereits erhebliche Fortschritte bei der Identifikation und Unterbindung nicht lizenzierter Angebote erzielt wurden, doch bleibt die Steigerung der Akzeptanz regulierter Plattformen eine zentrale Aufgabe. Die offizielle Pressemitteilung der Behörde bestätigt diese Prioritäten und erläutert die organisatorischen Vorbereitungen für die bevorstehende Vertragsprüfung.

Erwartete Auswirkungen auf den deutschen Markt
Die Evaluierung wird in allen Bundesländern durchgeführt und mündet bis zum 31. Dezember 2026 in einem Gesamtbericht, der mögliche Anpassungen des GlüStV 2021 vorschlagen kann. Behördenvertreter betonen, dass die Ergebnisse maßgeblich für die Weiterentwicklung der Regulierung sein werden und insbesondere die Effektivität bestehender Schutzmechanismen bewerten sollen. In diesem Zusammenhang werden auch die aktuellen Steuerdaten und Umsatzentwicklungen im regulierten Markt einbezogen, um fundierte Entscheidungsgrundlagen zu schaffen.
Organisatorische Kontinuität und zukünftige Aufgaben
Die GGL stellt sicher, dass der Übergang im Verwaltungsratsvorsitz reibungslos verläuft und die laufenden Projekte zur Bekämpfung illegaler Angebote ohne Unterbrechung fortgesetzt werden. Hochgrebe wird in den kommenden Monaten eng mit den Landesvertretern zusammenarbeiten, um die Vorbereitungen auf die Vertragsbewertung voranzutreiben und gleichzeitig die Durchsetzung bestehender Regelungen zu intensivieren. Diese duale Ausrichtung spiegelt die dualen Herausforderungen wider, mit denen die deutsche Glücksspielaufsicht derzeit konfrontiert ist.
Abschluss
Der Wechsel an der Spitze des Verwaltungsrats markiert einen wichtigen Schritt in der kontinuierlichen Entwicklung der GGL und bereitet den Boden für die umfassende Überprüfung des GlüStV 2021. Die Behörde bleibt damit auf Kurs, ihre gesetzlichen Mandate zu erfüllen und den regulierten Markt weiter zu stärken.